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Janosch Mallwitz gewinnt den Humanity in Fashion Award

Januar 20, 2011

Heute morgen habe ich den Humanity in Fashion Award schon kurz angerissen, und natürlich möchte ich euch auch nicht den Gewinner vorenthalten: Der Glückliche ist Janosch Mallwitz!
Janosch konnte die Jury – bestehend aus Dr. Alfons Kaiser (FAZ), Dr. Stefanie Schütte-Schneider (dpa), Enn Waller (Brigitte), Prof. Stephan Schneider (UdK Berlin) und dem Hess Natur-Kreativchef Miguel Adrover – von seinem Konzept überzeugen, Mode als “herausforderndes Paradoxon” zu begreifen.
Vor der Verleihung konnten die Entwürfe der drei Finalisten – das waren neben Janosch noch Julia Knüpfer und Anja Umann – im Rahmen einer Installation begutachtet werden. Wer Janoschs Raum betrat, wähnte sich zunächst in einer Industriezone, überall waren kleine Maschinchen aufgestellt, die eifrig vor sich hin surrten, ratterten oder irgendetwas transportierten. Das Herz dieser Miniaturmaschinenhalle waren Kleiderständer, auf denen Janoschs Kollektion hing und die sich wiederum auch drehten – Mode als durch und durch bewegter Prozeß.
Janoschs Kollektion folgt größtenteils sehr dekonstruktivistischen Prinzipien: Viele Reißverschlüsse halten etwa die einzelnen Partien der Kleidungsstücke zusammen, oder ein Mantel ist komplett nur auf sein Wollwalk-Innenfutter reduziert. Der eigentliche Mantel ist also weg – aber trotzdem noch erkennbar.
Wer ein wenig mehr in Janoschs Ideenreich eindringen will, der kann sich auf der Website seines frisch gegründeten Labels Last umsehen.
Und ich will unbedingt noch sagen: Herzlichen Glückwunsch, lieber Janosch!

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